Aphrodisiaka sind Mittel zur Wiedergewinnung und / oder Steigerung des sexuellen Antriebes / Lust.
Sie bewirken eine Reizung sowie eine stärkere Empfindung der Geschlechtsorgane.
Das Wort Aphrodisiakum (Mehrzahl Aphrodisiaka, Adjektiv aphrodisisch) hat seine Herkunft bei der griechischen Liebesgöttin Aphrodite. Ihr waren viele würzige Kräuter und lieblich duftende Pflanzen mit erotisierender und berauschender Wirkung geweiht wie z. B. Alraune, Sauerampfer, Safrankrokus, die Meeres- oder Stranddistel und die Falzblume, denen allen eine aphrodisierende Wirkung zugesprochen wurde. In der Antike wurden diese Pflanzen auch gerne mit Wein und anderen zusätzlichen Mitteln vermischt, um eine sexuell anregende Wirkung zu erzielen.
Später im Mittelalter sprach man von Zauberpflanzen, dies waren meist Kräuter und Gemüse, denen man aphrodisierende Wirkung zusprach. Hierzu zählen Grünkohl, Petersilie, Löffelkraut und andere Kräuter sowie Gewürze wie die Muskatnuss, denen man zum Teil heute noch ihre Wirkung zusagt.
Auch die Tomate zählt dazu und bekam in dieser Zeit Ihren Namen Paradiesapfel.
In asiatischen Ländern hingegen wurden meist tierische Produkte als Aphrodisiaka eingesetzt wie z.B. gekochter Hoden, das Horn vom Nashorn oder Flossen vom Hai. In Europa kennt man aber auch tierische Produkte mit aphrodisierender Wirkung z.B. Eier oder Austern.
Heute und auch früher wurden immer wieder Drogen zur Steigerung der Lust eingesetzt.
Dazu zählen heute allerdings nur illegale Stoffe wie Kokain, Haschisch oder Excstasy.
Aphrodisiaka wurden meist nur von Männern benutzt was daran lag, dass kein Angebot für Frauen vorhanden war und auch der Bedarf bzw. die Wichtigkeit der Frau früher eher als gering eingestuft wurde. Heutzutage gibt es auch hierfür einen Markt und diverse Mittel, die Libido der Frau zu steigern.
Bei all diesen Mitteln gibt es keine wissenschaftlichen Belegungen der Wirkung. Im Gegenteil mancher dieser pflanzlichen Hilfsmittel können bei falscher Dosierung tödlich sein. Die Wissenschaft geht von einem Placeboeffekt oder aber der oft beigemengten Menge Alkohol, die eine enthemmende Wirkung mit sich bringen, aus.